Eine klassische Erklärung dafür, wieso man sich ausnutzen lässt
Ich war nie eines dieser beliebten Mädchen. Okay, früher habe ich zu den beliebten Cliquen gehört, aber ich hatte immer das Gefühl, nirgendwo 100% dazuzugehören. Meine Freunde kannte ich nur aus der Schule und ja, sie waren mir gute Freundinnen, aber ich habe mit ihnen nie viel unternommen, sondern hauptsächlich SMS geschrieben und telefoniert. Wir haben uns Geheimnisse anvertraut, zusammen gelacht und geweint, wie es Freundinnen eben so getan haben. Aber das lief alles nur in der Schule ab.
Daran hat sich -knapp 4 Jahre später- nichts geändert. Ach, eine Sache hat sich geändert: Ich gehöre nicht mehr zu den beliebten Cliquen.
Ich bin jetzt das Mädchen, das gemein und aggressiv ist, weil es die Meinung offen und ehrlich sagt, anstatt zu lästern. Schwierig nennen das einige.
Und trotzdem erwische ich mich dabei, mich ausnutzen zu lassen. Wieso? Weil ich insgeheim hoffe, irgendwie doch dazuzugehören. Ich würde das zwar nie zugeben, aber es ist so.
Ausnutzen?
Es gibt diese lauten, angeblich beliebten Leute in meiner Klasse. Du weißt schon, diese Leute, die einen ständig nach Hausaufgaben fragen, dich nur kennen, wenn sie mal wieder nicht aufgepasst haben oder eine Präsentation von einem wollen.
Nun, ich gehöre zu den dummen Leuten, die denen helfen. Wieso² stellt sich die Frage, wenn ich ja offensichtlich weiß, dass sie mich ausnutzen. Weil ich an dem Beispiel von ein paar Mädchen aus meiner Klasse gesehen habe, was passiert, wenn man sich nicht ausnutzen lässt:
Diese Mädchen wurden im Rahmen einer Mediation, die eigentlich dafür da ist Konflikte zu lösen, als asozial und arrogant bezeichnet.
Es ist ein abschreckendes Beispiel für jemanden, der eigentlich nur irgendwie dazugehören will. Also helfe ich, gebe meine Aufgaben her, hänge ständig am Telefon, wenn die Herrschaften anrufen oder mache Präsentationen über Bienensterben.
Ich höre ein danke, na klar. Aber meldet sich privat jemand? Nein.
Man muss unterscheiden zwischen "sozial sein" und ausgenutzt werden
Wie der Titel schon sagt: man muss aufpassen, denn das Gleichgewicht zwischen geben und nehmen sollte nicht gestört werden.
Sobald Du das Gefühl hast, diese Person mag dich nur, solange ein wichtiger Test ansteht, lass die Person im Regen stehen. Es wird immer jemanden geben, der ihnen helfen muss und es ist anfangs hart, aber man muss es für seinen Stolz und sein Selbstwertgefühl tun. Auch ich werde damit jetzt anfangen.
Lieber werde ich gehasst und kann mir selbst in die Augen sehen, anstatt geliebt zu werden und mich zu fragen, wer ich bin.
xoxo
siimplymylife
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