Die Vorgeschichte mit der das Übel begann
W A R N U N G: Falls Du nur meine Gedanken zum Thema "Loslassen" hören willst, scroll zur nächsten Überschrift.
Ich muss jetzt ein wenig jammern. Es gibt da einen Jungen, den ich verdammt mag. Er ist der erste Junge, den ich seit meinem verdammten Ex-Freund wirklich mochte. Mit dem ich reden und lachen konnte und er mochte mich auch in der Zeit, wo wir uns gedatet haben.
Leider habe ich es versaut, denn ich hatte aufgrund des dezenten Traumas, das ich wegen meines Ex-Freundes hatte, schlichtweg kein Vertrauen. Also benahm ich mich wie ein Psychopath, ich regte mich z.B. auf, wieso er mir nicht zurückschreibt, obwohl er online war etc. Furchtbar.
Es kam wie es kommen musste: er meinte, es wäre nichts zwischen uns und gab mir einen Korb. Dann war er in der Berufsschule und meldete sich ca. 1 Monat später wieder bei mir, jedoch hatte er plötzlich eine Woche später eine Freundin. Diese ist aber genau genommen noch gestörter als ich, denn jetzt hat er eine neue Handynummer, darf keine anderen Mädchen mehr treffen oder mit ihnen reden.
Ich mag ihn aber leider immer noch. Also hatten wir ausgemacht, dass ich zu ihm in die Arbeit fahre, denn Treffen sind ja nicht mehr erlaubt. Dies tat ich jedoch nicht. Anfangs zumindest. Denn nach ca. 4-5 Monaten Funkstille rief ich doch in der Arbeit an, um 2h später mich mit ihm zu treffen.
Ist er glücklich? Das kann ich nicht sagen. Jedoch war es sofort wie früher, irgendwas ist zwischen ihm und mir und ich denke, er weiß das auch.
Wir haben uns Freundschaft ausgemacht, aber natürlich musste er erwähnen, dass er sich damals was mit mir vorstellen hätte können. Vielen dank dafür.
Dann musste er wieder in die Berufsschule für 5 Wochen und ist seit 14 Tagen wieder arbeiten. Ich hätte schon längst anrufen sollen, aber ich kann nicht.
Die Erkenntnis trifft einen wie ein Donnerschlag
Es könnte so schön sein. Ihn anrufen, hinfahren und 15 Minuten oder 1h mit seinem "Angebeteten" verbringen. Wäre da nicht dieses ekelhafte Gefühl. Diese leise Stimme, die mit einem spricht, die dir sagt, dass es so nicht weitergehen kann und wird.
Und irgendwann, gibt es dann eine Freundin, die dir die Wahrheit sagt: Nämlich, dass du loslassen musst. Will man das hören?Nein.
Es war wie ein Schlag in die Magengrube, als ich begriff, dass sie verdammt noch einmal Recht hatte. Er hat eine Freundin und ich würde soviel auf mich nehmen. Würde mich das auf Dauer glücklich machen? Nein und ihn auch nicht, denn er und ich konnten "nicht nur Freunde" sein.
Also schob ich den Anruf hinaus. Doch spätestens Dienstag oder Mittwoch ist es soweit: ich werde anrufen und Klartext reden.
Und seitdem habe ich einen schrecklichen Schmerz auf der Brust, der jede Sekunde auf mir lastet und nur darauf wartet wieder bemerkt zu werden, egal, was ich tue. Er ist da.
Ich kann nicht mal weinen, es tut so schrecklich weh. Klar, ich jammere auf höchstem Niveau, aber hast Du schon einmal jemanden losgelassen, damit es euch beiden besser geht, obwohl ihr euer Spielchen weiter hättet spielen können?
Loslassen fällt schwer, unglücklich sein jedoch mehr
Liebe kann vieles, doch manchmal ist Liebe nicht genug.
Genau. Manchmal reicht es einfach nicht sich einzureden, dass alles gut wird, solange man sich liebt und vertraut. Manchmal muss man aufhören zu glauben, denn manchmal ist Glaube Selbstbetrug.
Auch, wenn es schwerfällt: sobald man das bittere Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt MUSS man loslassen. Man muss alles überdenken, darüber reden und loslassen.
Ich sage nicht, dass man bei der kleinsten Schwierigkeit aufgeben soll, nein. Man soll alle Chancen nutzen, denn es gibt nichts Schlimmeres, als eine Chance zu verpassen, die das ganze Leben hätte verändern können.
Doch sobald man diesen tiefen, bittersüßen Schmerz in der Brust spürt, ist es Zeit. Es ist Zeit Abschied zu nehmen und Lebewohl zu sagen.
Wer weiß, vielleicht führen einen die Wege noch einmal zusammen?
Das alles werde ich ihm diese Woche wohl noch sagen. Ich muss ihn loslassen, damit er glücklich sein kann. Damit ich glücklich sein kann.
Bis jetzt habe ich mich daran festgehalten, dass er mir nie hat sagen können, dass ich gehen soll.
Aber..trotzdem muss ich gehen. Wenn man jemanden liebt- egal, ob freundschaftlich oder mehr- dann will man nicht, dass diese Person verschwindet, das ist klar.
Also darf ich mich daran nicht festhalten, sondern muss trotzdem gehen, auch, wenn es mir wohl das Herz zerreißen wird.
xoxo
siimplymylife
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